NEUIGKEITEN


Die Kurve zeigt weiter nach oben

WhatsApp Image 2017-06-18 at 12.04.56Am 18.06. stand unser so genannter “Heimwettkampf” in der Rosenstadt Eutin auf dem Plan: Die zweite Station in der 2. Bundesliga Nord und dabei der Wettkampf mit der kürzesten Anreise für unser Team. Hier galt es, den schon vielversprechenden 7. Platz aus dem ersten Rennen in Gütersloh zu bestätigen. Das Team reiste schon einen Tag früher an und sammelte mich (Corni) auf dem Weg in Lübeck ein. Wir bezogen hoch motiviert in einer Unterkunft direkt am Streckenrand Quartier. Im Gegensatz zum ersten Rennen gingen in diesem Mo (Moritz Stader) und Andre Bauschmann – das erste Mal dieser Saison „im leuchtendem Grün“ – an den Start. Ebenso Dennis Weu, Mathies Friese und ich, wie schon in Gütersloh. Ergänzt wurde das Team wieder vom Teambetreuer Stephan und dem “Mädchen für alles”, Jannis.

Der Start am Sonntag in Eutin war mit 08:45 schon traditionell sehr früh und so stand am Tag vorher nur noch ein kurzer Streckentest mit leichter Aktivierung auf dem Plan. Am Abend mussten die Speicher randvoll gefüllt werden, bevor es dann schon recht früh zu Bett ging. Am Frühstückstisch am nächsten Morgen um 06:00 waren zu der für Studenten unmenschlichen Zeit die Augen aller Beteiligten noch sehr klein und es brauchte erstmal etwas, und bis die Lebensgeister des Teams erwachten. Eine Stunde vor dem Start, während alle ihr Zeug in der Wechselzone richteten, kam die überraschende Durchsage eines Neoprenverbotes: Der Veranstalter hätte angeblich 20,1 Grad Wassertemperatur gemessen und somit war die wärmende Gummipelle knapp verboten. Ich nahm das Ganze mit gemischten Gefühlen auf, hatte ich meine besten Rennen doch im geliebten Neopren gemacht. Doch es sollte eigentlich unserem schwimmstarken Team in Karten spielen, um schon eine Lücke zu den vermeintlich schwächeren Schwimmern zu reißen und damit ein Polster aufzubauen zu dem ein oder anderen schnellen Läufer aus den gegnerischen Teams. Während sich die ersten Mutigen schon im noch sehr frischen See einschwammen, kam die Info durch die Wettkampfleitung, dass sich der Start nach hinten verschiebt, da noch ein Auto von der Wettkampfstrecke abgeschleppt werden muss. Etwas ärgerlich für die Athleten, die nun zitternd am Ufer standen. Dann ging es aber recht schnell. Plötzlich hatten wir nur noch zwei Minuten zum Einschwimmen und um uns eine gute Startposition an der Startlinie zu erkämpfen. Wenig Zeit, um sich der noch wirklich frischen Wassertemperatur bewusst zu werden. Der Startschuss erfolgte prompt und ich kam ganz gut weg. Die erste Boje kam erst nach ca. 300 Metern und das Gekloppe blieb zum Glück größtenteils aus. Die schnellen Schwimmerjungs aus unserem Team, Andre und Mathis, behinderten sich in aussichtsreicher Position leider etwas gegenseitig. Wärend sich Mathis beim Umschwimmen der Boje im Seil verfing, bekam Andre, als der dahinter schwimmende bei der Befreiungsaktion einen Brustbeinschlag gegen den Oberkörper ab. Dadurch verpassten beide als (9.) und (15.) denkbar knapp den Sprung in die erste kleine Radgruppe. Dennis entstieg knapp dahinter (als 18.) dem Wasser. Mo und ich folgten mit kleinem Abstand (als 25. und 26.). Der Wechsel klappte bei allen gut und nachdem sich eine ca 25 -30-Mann-große zweite Radgruppe formiert hatte, konnte ich fünf grüne Einteiler unseres Teams zählen. Das gesamte Team saß geschlossen in der immer größer werdenden Radgruppe. Eine gute Ausgangslage, wenn auch schade, dass es keiner in die kleine Ausreißergruppe geschafft hatte. Die Radrunde war eine fünf Kilometer lange Wendestrecke durch den Ort, die viermal zu absolvieren war. Zu den Wendepunkten war die Runde immer leicht ansteigend. Das Tempo in der Gruppe war leider etwas unruhig und so richtig wollte keiner für das passende Tempo sorgen. So kam es, dass die Gruppe immer mehr anwuchs und zum Ende hin mehr als 50 Mann des 95 Mann starken Feldes sich in ihr befanden und die kleine Ausreißergruppe noch mehr Zeit gutmachen konnte. Etwas gehandikapt durch den Tritt und dadurch mit Atemproblemen kämpfend, fiel Andre leider aus der Gruppe und musste hinter dem großen Hauptfeld hinterherrollen. Zum Ende des Radparts gab es wieder Positionskämpfe um eine gute Ausgangslage und ich konnte gut im vorderen Drittel absteigen. Ein schneller Wechsel und erstmal Vollgas auf dem ersten Kilometer. Anlaufen, als wäre das Ganze ein 1000m Rennen. Später zwangsweise langsamer werden? Egal! „Was man hat, hat man“ und der Konkurrenz zeigen, dass man gut drauf ist. Ich brauchte etwa eine halbe Runde, um meinen Rhythmus zu finden und um ein paar Leute einzusammeln. Dennis war etwa 200 Meter hinter mir. Dies mit gleichbleibendem Abstand, aber wir schoben uns im Feld immer weiter nach vorn. Ein gutes Gefühl, Leute aus der ersten Radgruppe einzusammeln! Es waren zwei Runden um den Eutiner See zu laufen, in dem wir vorher schon geschwommen waren. Die Laufstrecke war mit ca. 6,5 km etwas zu lang und die letzten Meter wurden richtig hart. Die 2. Bundesliga hat mittlerweile eine enorme Leistungsdichte bekommen, sodass zehn Sekunden im Laufen leicht sechs Plätze sein können. Zum Abschluss mussten wir noch eine halbe Runde auf der Tartanbahn drehen, bevor wir durch den ersehnten Zielbogen laufen durften. Auf den letzten Metern wurde um jeden Platz gekämpft. Ich kam zufrieden als Sechzehnter ins Ziel. Dicht hinter mir war auch schon Dennis, der mich auf der Laufstrecke immer in Blickweite hatte, als Zwanzigster. Moritz kam noch als starker 43. Platz rein, gefolgt von unserm Youngster Mathis als 49. Andre kämpfte sich durch, legte noch einen soliden Lauf hin und komplimentierte die Teamleistung als 65. Teamchef Stephan war zufrieden und wir Athleten hatten wirklich alles gegeben. Es hieß es wieder warten auf die offiziellen Ergebnisse. Es kam überraschend. Wir rechneten mit einem Platz in der Top10, aber ein 6. Platz wurde es! – Womit wir alle richtig happy waren, denn das war eine Platzziffer besser als in Gütersloh. Die Kurve zeigt nach oben. Wenn es so weiter geht, ist beim nächsten Rennen am 16. Juli der 5. Platz fällig ;-).

Wir sind jedenfalls alle motiviert und haben eine gute Ausgangslage in der Liga, auf der wir nun weiter aufbauen möchten.

Perfekter Regionalliga-Auftakt 2017!

19023610_1874311202833107_4700950201824399098_oAls Betreuer eines Regionalligateams am Wettkampftag hat man eigentlich immer gut Lachen. Doch besonders kann man diesen Tag genießen, wenn man weiß, welch guter 5er von Teamchef Stephan Reis für den Regionalliga Auftakt beim Vierlandentriathlon in Hamburg aufgeboten wird. Mit dabei waren die erfahrenen Leistungsträger Thomas Winkelmann und Moritz Stader sowie die Nachwuchsathleten Lorenz Beckmann, Jan-Ole Schwarz (Jg. 1999) und Jannis Schweder (Jg.2000).

Trotz eines Staus kurz vor Hamburg war die Stimmung bei allen anreisenden TriZackern bestens und man freute sich auf den vor ihnen liegenden Triathlon. Routiniert wurde eingecheckt, ausgepackt, eingecremt, umgezogen, Gänge eingestellt, Laufschuhe ausgerichtet und schließlich Neo, Badekappe und Schwimmbrille gerichtet. Erschwert wurde der Start von einem unglücklich übermotivierten Kampfrichter, der während der Startkonzentration einen lauten Warnpfiff erklingen ließ. Natürlich wurde dies vom halben Triathletenfeld als Startsignal interpretiert. Nach dem Zurückrufen der Athleten verlief der reguläre Start überwiegend normal – von dem üblichen Gezerre und Gehaue mal abgesehen. Durch die nur 500m lange Schwimmstrecke kam das Feld nach ca. 6 Minuten, kaum separiert, aus dem Wasser.  Erwartungsgemäß stiegen Moritz (6.) und Thomas (9.) früh aus den Fluten und sprinteten Richtung T1. Eine richtig starke Schwimmleistung zeigte Jannis Schweder, der als 10. direkt dahinter lag. Auch Jan-Ole (15.) und Lorenz (24.) zeigten ansprechende Schwimmleistungen.

Durch Probleme beim Aufsetzen des Zeitfahrhelms verspielte Jannis leider viel Zeit konnte damit wenig von seiner guten Position nach dem Schwimmen profitieren. Auch auf dem Rad boten die Jungs eine ansprechende Leistung. Besonders Thomas konnte hier den Grundstein für eine sehr starke Platzierung legen. Als 6. in der führenden Gruppe stieg er wieder vom Rad und belegte schließlich den 5. Platz. Moritz, der sich auf der von Athleten parallel ausgetragener Wettkämpfe völlig überfüllten Laufstrecke sichtlich schund, sicherte sich den 23. Platz und zeigte sich im Anschluss zufrieden. Besonders hervorzuheben ist die überragende Laufleistung von Jan-Ole, der eine sagenhafte Zeit von 17:42 min (sechstbeste Laufzeit insgesamt!) über die 5km schaffte und sich damit um über 20 Plätze nach vorne auf Platz 32 kämpfen konnte. Lorenz auf Endrang 39 und Jannis mit Gesamtplatz 93 komplettierten das gute Ergebnis.

Insgesamt reichte es sogar für den 4. Gesamtplatz hinter Wolfsburg, Tri Team Hamburg und den Athleten aus Itzehoe. Von den sehr hohen Temperatur gezeichnet, aber glücklich, wurden die Beine nach dem Wettkampf im See gekühlt, bevor es schließlich auf die (erneut von Stau verlängerte) Heimreise ging. An dieser Stelle bleibt mir, als Betreuer, nur zu sagen: Ich bin sehr stolz auf euch. Danke, dass ich euch anschreien durfte! Danke, dass ihr alles gegeben habt! Danke, dass ihr Triathleten beim TriTeam triZack Rostock seid! ;-)

 

Fragen beantwortet – 7. Platz in Gütersloh

DSC_7750Wir sind auf der Rückfahrt, zwei hängen am Handy, einer Fährt und ich – ich schreib den Bericht. Ich? Dennis – wie immer. Anscheinend möchte kein anderer seine Emotionen auf das digitale Papier bringen. Aber wie sagte Stephan bei der Teamvorstellung am Montag: “Dennis ist eben für alles da”. Deswegen wieder ein Bericht von mir über das erste Rennen der Saison!

 

So ein Saisonauftakt ist immer etwas besonderes. Egal wie viele Jahre man schon Triathlon macht. Egal wie viel Erfahrung man hat. Am Anfang der Saison sind alle im Nirgendwo und mit ihren Fragen alleine. Wie gut ist unser Team? War die Vorbereitung wirkungsvoll? Hat sich der organisatorische Aufwand gelohnt? Sind wir auf dem Stand den wir uns wünschen? Fragen über Fragen und bei mir, dank Multirolle im Team, noch mehr als wohl bei Anderen. Aber das gute am Saisonauftakt? Endlich werden die Fragen beantwortet! Endlich wieder kämpfen, die anderen Teams sehen, sich wortwörtlich auskotzen.

 

Unser Team für die Beantwortung der Fragen bestand diesen Sonntag aus zwei Neuzugängen und drei Altbekannten Gesichtern. Insgesamt standen sogar vier Athleten am Start die schon mal in einem, oder mehreren, Rennen im Feld der ersten Liga standen. In welchem Jahrtausend das war ist erstmal nicht so wichtig. Mit unserem ersten Neuzugang Mathis Friese haben wir einen weiteren Athleten aus den Reihen des Stützpunktes Neubrandenburg für unser Team gewinnen können. Letztes Jahr noch in der 1. Liga für Witten am Start soll er jetzt im grünen Dress die Strecken rocken! Ebenfalls neu im Team, und da geht der Dank an den Liebesengel Amor, ist Cornelius Theus. “Corni” ist dank seiner hier lebenden Freundin von den Hauptstädtern zu uns gewechselt. Auf ihm vereint sich ungefähr so viel Ligaerfahrung wie auf den Schultern von mir. Wenn man jetzt die Ligaerfahrung von uns beiden addiert dann ist man etwa bei der Hälfte von der Erfahrung die unser dritter Athlet hat: Olaf Geserick. Mit, laut eigenen Aussagen, “jungspündlichen” 49 Jahren unser ältester Athlet und einziger mit Erstligaerfahrung aus dem Gründungsjahr (!) der 1. Liga im Triathlon. Dabei gehört Olaf definitiv nicht zu den alten Eisen und ist immer eine Bank – garantiert auch heute. Die einzige Frage die ich schon vorher sicher beantworten konnte. Mit etwas weniger Erfahrung, aber definitiv mit viel Feuer ist Franz-Georg Leidhold unser vierter Mann für Gütersloh. Das Team wird komplettiert von mir und erweitert sich um unseren Teamchef Stephan Reis und Betreuer Jannis Dammann an der Strecke!

 

Der Modus in Gütersloh ist einfach: ballern, ballern und ballern. Anders formuliert: 750m Schwimmen, dann 20km Radfahren und anschließend 5km laufenden Fußes schieben und geschoben werden. Das ganze Rennen muss mit mindestens vier Athleten gemeinsam absolviert werden. Der Plan war einfach: Beim Schwimmen Olaf “mitschleppen” und ihn beim Radfahren etwas mehr Arbeit machen lassen. Laufen sollte dann die Jugend. Klingt einfach und wenn es klappt, dann fühlt es sich auch so an. Aber technische Defekte, Magenprobleme, einfach ein schlechter Tag – all das ist möglich und so waren kurz vor dem Start um 11.23 Uhr alle etwas aufgeregt.

 

Schwimmen auf Bahn 8. Die Reihenfolge war leicht gefunden. Unsere stärksten Schwimmer Georg und Mathis an eins und zwei. Olaf im Wasserschatten von Mathis und zur Absicherung Corni und Dennis dahinter. Das Schwimmen war soweit recht unspannend und nach 9.45min entstiegen wir den “Fluten” des Freibeckens. Bis auf 5 Sekunden genau die gleiche Zeit wie letztes Jahr! Bereits auf dem Weg zur Wechselzone probte Cornelius schon mal fürs spätere Laufen und schob Olaf zum Wechselplatz. Am Wechselplatz angekommen dann der erste Schockmoment – Cornis Startnummernband war gerissen. Doch so ein Medizinstudent ist eben vielseitig begabt und mit einem fachmännischen Doppelknoten löste er das Problem binnen weniger Sekunden.

 

Auf dem Rad war also die Stunde von Olaf und Corni. Mathis, auch ein “Drücker” sollte sich erstmal einfuchsen. Schließlich brauchten wir ihn noch beim Laufen – auf zwei Beinen in aufrechter Position ohne zu taumeln. In der ersten Runden fanden wir gut unser Tempo und auch ich konnte das Tempo mithalten. Viel zum Tempo beitragen konnte ich leider nicht, aber dafür waren zum Glück die anderen gut dabei! Immerhin musste ich keine Führung auslassen und so habe ich auch einen Fortschritt bei mir zu verzeichnen. Gemeinsam stiegen wir vom Rad und die “Schuld” von Olaf war abgetan. Jetzt lag es an Corni und mir die beiden tatsächlichen Jungspunde zu befeuern.

 

Beim Anfang des Laufens war es aber eher umgedreht. Man merkt, dass man Älter wird. Nach der Wechselzone anlaufen als wäre in 1000m das Ziel erreicht ist mit Mitzwanzigerbeinen nicht mehr so flockig drin wie mit 17- und 18- jährigen Beinchen. Dennoch, gepusht vom 20m vor uns in die zweite Laufrunde gestartetem Kölner Triathlon Team versuchten wir uns Schritt für Schritt ranzusaugen. Wenn man da mitlaufen kann, dann ist das echt gut! So mein Gedanke, meiner Mitläufer und vom am Rand schreienden Stephan! “Da gehen wir vorbei!” – Ja tatsächlich. Wir, die Rostocker Jungs, überholen gerade den letztjährigen Ligasieger. Das beflügelt und bis zum Ende der ersten Runde liefen wir gemeinsam mit den Kölner Jungs. Für die zweite Runde musste also Motivation gefunden werden! Während in den letzten Jahren nahezu Dauerschieben angesagt war fiel es dieses Jahr bei dem angeschlagenen Tempo sowohl mir als auch Corni nicht leicht die Hand am Rücken des Vordermanns zu halten. Lediglich kurzzeitig schob die sanfte Hand von Corni entweder Mathis oder Georg. Motivation für die zweite Runde gesucht und gefunden: Diesmal lief das Team aus Dresden 10m vor uns auf ihre erste Runde und unweit davor die 60 Sekunden vor uns gestarteten Athleten aus Uerdingen. Auch hier saugten wir uns ran, überholten und “stellten” ab.

 

DSC_7799

Im Ziel angekommen wie immer beim Teamrennen die Frage: Wofür hats gereicht? Unser Gefühl sagte uns: Top 10 sollte das gewesen sein. Ok, vor dieser Frage kam erstmal das wichtigste: Das abklatschen und bedanken bei den Jungs für dieses geile Rennen! Georg und Mathis sind beim Laufen mindestens an und vielleicht über ihrer Grenze gelaufen! Das war echt stark! Dann kam aber wirklich die Frage: Und??? Stephan sagt: “Um den sechsten Platz herum von dem was ich gestoppt habe.”. Es sind immer diese langen Minuten des Wartens. Das Rennen nach dem Rennen.

Nach dem Auslaufen die Nachricht: 7. Platz. Das beste Ergebnis in Gütersloh seit unserem Aufstieg. Etwas auf dem wir aufbauen können. Mit der fünften Schwimmzeit, der gesteigerten Radzeit und, jetzt kommts, dritten (!) Laufzeit des Tages können, müssen und sind wir zufrieden.

Zum Abschluss geht der Dank an alle die uns in der Saisonvorbereitung tatkräftig unterstützt haben und heute am Wettkampftag die Daumen drückten! Ohne Euch wäre dieser Bericht mit anderem Inhalt! Danke!

Weiter geht es für die Jungs der Regionalliga am 11.06. in Hamburg und für die 2. Bundesliga am 18.06. in Eutin. Wir freuen uns!

8. Platz in der Endtabelle der 2. Bundesliga Nord

DSC_064415. Platz beim Saisonfinale in Hannover

Im Rahmen des Maschseetriathlons 2016 konnten wir im letzten von 5 Rennen der zweiten Triathlonbundesliga Nord mit einem 15. Platz im Tagesklassement unseren einstelligen Platz zum Saisonabschluss in der Liga verteidigen! Somit konnten wir unsere ursprüngliche Zielsetzung am Anfang der Saison, die Klasse zu halten, bei Weitem übertreffen.

Am Vortag reisten bereits unsere Athleten: Dennis Weu, Lennart Grube, Moritz Stader, Tom Richter und Lorenz Beckmann zusammen mit Teamchef Stephan Reis und Betreuer Jannis Dammann zu später Stunde an und bezogen ihr Quartier nahe des Wettkampfortes. Die Stimmung war entspannt, da wir wussten, dass wir unser Saisonziel bereits erreicht haben und somit befreit ins Rennen starten konnten. Letztes Jahr sah dies deutlich anders aus, als wir knapp die Liga halten konnten. Diese komfortable Ausgangssituation war vor allem angenehm für Moritz, welcher nach längerer Verletzungspause erstmals wieder ins Renngeschehen der zweiten Bundesliga eingriff und Nachwuchssportler Lorenz Beckmann, der durch den aus beruflichen Gründen verhinderten Raik Recksiedler nochmal die Möglichkeit erhielt wertvolle Erfahrungen in der Liga zu sammeln.

Nach der Anreise begaben wir uns alle zügig auf unsere Zimmer um Energien zu sammeln und ausreichend Schlaf für das Saisonfinale zu bekommen.

Am nächsten Morgen trafen wir uns alle 8:30 Uhr zum Frühstück in gemeinsamer Runde und um uns nochmal über die Strecke auszutauschen, da dieses Mal keine Teamleitersitzung angesetzt war. Wir waren alle frohen Mutes und freuten uns auf ein versöhnliches Saisonfinale. Nachdem wir uns gestärkt haben, packten wir unsere Sachen und machten uns auf den Weg zum Maschsee. Dennis W. ließ sich im Vorfeld noch von unserem „angehenden Teamarzt“ Moritz den Knöchel tapen, um sicher zu gehen, dass dieser hält, da er sich vor dem Rennen in Münster an dieser Stelle verletzt hatte.

Angekommen am Maschsee checkten wir nochmal unser Wettkampfmaterial, sodass in der Wechselzone keine bösen Überraschungen auftreten konnten. Da wir pünktlich am Wettkampfort eintrafen, hatten wir genug Zeit um uns die Wechselzone und die Besonderheiten der Strecke anzusehen. Es herrschte Linksverkehr auf der Radrunde, welche dreimal zu bewältigen war und auch auf der Laufrunde, die zweimal gelaufen werden musste und als Wendepunktkurs ohne jegliche Kurven monoton und somit auch psychisch anstrengend zu werden schien. Nachdem wir uns zusammen einliefen und erwärmten, checkten wir in die Wechselzone ein und warteten gespannt auf den Start.

Dieser sollte sich als lang und kräftezehrend rausstellen. Wir wurden teamweise vorgestellt und ins Wasser geschickt, wo wir uns an der Mauer der Seepromenade nebeneinander platzierten und geduldig auf das Startsignal warteten. Und die Wettkampfleitung ließ sich Zeit. Viel Zeit. Das Wasser war kalt aber gerade noch warm genug, dass ein wärmender Neoprenanzug verboten war und obendrein zog ein frischer Wind ein, der uns alle frieren ließ. Nachdem nach einer gefühlten Ewigkeit in der Kälte das Startsignal endlich fiel, hieß es: Vollgas im Schwimmen, um eine gute Radgruppe zu erwischen. Als Erster von uns kam Tom aus dem Wasser auf Platz 31 liegend gefolgt von Lennart auf Platz 46. Moritz und Lorenz entsprangen kurz danach auf den Plätzen 59 und 60 dem tosenden Wasser des Maschsee. Zur bösen Überraschung unseres Teams kam Dennis W., der sonst zu den schnellen Schwimmern im Feld gehört und ein Top 20 Kandidat ist, völlig unterkühlt als 68. aus dem Wasser und musste kurz danach auf dem Rad das Rennen abbrechen. Nachdem er sich wieder ein bisschen aufgewärmt hatte, feuerte er zusammen mit Stephan und Jannis das Team an. Durch den Ausfall von Dennis kam nun jeder der von uns verbliebenen Athleten in die Tageswertung, sodass keine weiteren Ausfälle zu verkraften wären.

Das Radfahren gestaltete sich sehr anspruchsvoll, da auf großen Teilen der Strecke starker Seitenwind herrschte, welcher größere Gruppen schwer zu ließ, sodass das Feld stark zersplitterte. Wem heute die Radbeine fehlten, hatte arge Schwierigkeiten die Gruppen zu halten. Dies mussten leider Moritz und Lorenz zu spüren bekommen und verloren auf dem Rad Zeit und wichtige Plätze. Lennart konnte mit einer soliden Radleistung und der drittbesten Laufzeit des Tages noch auf Platz 18 vorlaufen, gefolgt von Tom auf Platz 45 mit soliden Leistungen in allen drei Disziplinen. Auf den Plätzen 72 und 79 kamen Moritz und Lorenz ins Ziel.

Die Leistungen reichten zu Platz 15 im Tagesklassement, sodass wir leider noch zwei Plätze verloren haben in der Gesamtwertung. Aber wir konnten dennoch eine einstellige Platzierung (Platz 8) zum Abschluss der Zweitligasaison halten und haben uns als Team damit selbst übertroffen und im Vergleich zum Vorjahr einen großen und wichtigen Schritt nach vorne gemacht. Nun heißt es die Saisonpause zu genießen und nächstes Jahr wieder voll anzugreifen.

Vielen Dank an alle Leute und die Sponsoren, die uns als Team unterstützen und uns dies ermöglichen.

10. Platz beim vierten Rennen der Saison in Münster

Mit zwei Debütanten im Team beim vierten Rennen der Saison in Münster einen soliden 10. Platz erkämpft! So die allgemeine kurze Zusammenfassung die in Zeitungen das Geschehene auf den Punkt bringt. Wenn du allerdings schon hier auf dieser Seite gelandet bist, dann bestimmt nicht um einen kurzen Zeitungsbericht zu lesen. Nein du willst das volle Programm, die volle Ladung an Emotionen! Können wir bieten!

Die Ausgangssituation: viele verletzt, einige im Prüfungsstress und andere anderweitig verhindert. So ergab sich die Teamaustellung fast von selbst und die besten Fünf der verbleibenden Athleten wurden aufgestellt. Mit dabei unsere zwei Vielstarter Olaf Geserick und Dennis Weu – nicht so verwunderlich. Ebenfalls an Bord die Radrakete Dennis Kruse und mit Lorenz Beckmann und Raik Recksiedler zwei Debütanten für unser Team! Wir waren also gespannt was dieses Rennen drin sein würde, konnten aber glücklicherweise dank der guten vorherigen Rennen ohne großen Druck agieren.

Vergangener Donnerstag dann die Hiobsbotschaft für unseren Teamchef Stephan Reis. Dennis W., unser verletzungsresistenter Athlet, hat sich verletzt. Ein harmloser Stock zwang Dennis in die Knie in dem er ihn zum umknicken brachte. Ab da an nur noch humpelnd unterwegs war also die allgegenwärtige Frage: “Schafft er 5 Kilometer zu laufen am Sonntag?”. Ersatz wurde gesucht, aber einen Top20-Kandidaten zaubert man nicht einfach aus dem Hut. Nach nahezu stündlicher Konsultation entschieden wir uns dafür mit Dennis an den Start zu gehen. Vor allem vor dem Hintergrund, dass das folgende Rennen erst in sechs Wochen ist.

Auf den Weg in die Fahrradstadt Münster machten sich aus Rostock unser Betreuer Martin “Morten” Binger, Lorenz, Dennis W. am Samstag um 10:00 Uhr vom Parkplatz der Neptunschwimmhalle und es sollte eine lange Reise werden…Raik, Dennis K. und Olaf machten sich alleine auf den Weg. Unser Dreierpack stand bereits vor Lübeck im Stau und erblickte dann etwas erstaunt weißen Rauch der aus der Motorhaube empor stieg. Also schnellstmöglich den nächsten Parkplatz angesteuert und kurz nachgucken. Unser sehr ausgeprägtes Verständnis für Autos reichte für folgende präzise Bewertung der Situation: “Joa, ist ganz schön heiß. Ich glaube das ist nicht normal”. Nach einer kurzen Konsultation des Teammechanikers in Form von Dennis Papa blieb uns nur der Anruf des ADAC. Es war 11:20 Uhr. Mit einer Menge Humor, anhaltendem Optimismus heute noch Münster zu erreichen und zu guter letzt mit dem Wissen eine ADAC Plus Mitgliedschaft zu haben schafften wir die zweieinhalb Stunden Wartezeit und wurden dann mit folgendem Satz konfrontiert: “Ja, da hilft nur Abschleppen” – “…aber ihr bekommt dann einen Leihwagen und als Plusmitglied ist der kostenlos, genauso wie das Abschleppen.”. Läuft bei uns! Ab ging es also mit dem Abschleppwagen in den immernoch anhaltenden Stau zu ADAC Huckepack-Wieck in Reinfeld. Nach typisch deutscher Bürokratie erhielten wir dann kurz nach 15.00 Uhr unseren Leihwagen. Definitiv ein Upgrade zu Dennis nicht mehr ganz taufrischem Opel Astra. Das war auch nötig, denn so langsam waren wir in Zeitnot, da für 18:00 Uhr die Teamleitersitzung, natürlich in Münster, angesetzt war. Nach einem Warnanruf beim Ligachef erwiderte er auf seine trockene Art: “Richte deinem Fahrer mal aus, dass es links eine Ablage gibt für den Fuß und rechts ein Gaspedal – das muss man durchdrücken! Dann klappt das schon! [...] Ist der Lange (anm. d. Red. Stephan Reis) eigentlich auch mit dabei oder drückt er sich wieder?” – der Lange drückte sich und seine Daumen zu Hause. 18:15 Uhr – Ankunft in Münster und herein in die Sitzung. Raik hielt hier die ersten 15 Minuten für uns die Stellung! Ab da an wurde der Tag etwas entspannter und es ging nur noch zum Hotel, zum Marktkauf (in dem die Bananen ausverkauft waren – da kommt man vom Osten extra für die Bananen in den Westen und dann sowas) und zum Italiener. Hier wurde die Teamtaktik gründlich besprochen: “Wir geben alle unser Bestes! Jeder Platz zählt und es wird immer gesprintet!” – reicht soweit zur Taktik. Der Abend war definitiv von viel Witz, alten Heldengeschichten und Stories geprägt. Die Autopanne bekommt für die Zukunft garantiert einen Sonderplatz in dieser Sammlung. Irgendwann ging es dann ins Bett und der Wecker wurde auf acht Uhr gestellt – die Startzeit von 14:40 macht es möglich.

Raik, Lorenz und Dennis W. trafen sich vor dem Frühstück zum kurzen Auftaktlauf und damit gleichzeitig die Bestandsprobe für Dennis. Nach fünf Minuten Laufen das Resumé: “Geil ist was anderes, schmerzfrei ist was anderes, aber ich sollte 5 Kilometer laufen können – Adrenalin muss es richten.” Dennis machte sich auf den Rückweg und die Beiden hingen noch 20 Minuten ran. Frisch geduscht ging es dann zum reichlichen Frühstück – die erste Aufregung war hier definitiv zu spüren.
Nach dem Frühstück ging es dann auf dem Rennrad zur Wettkampfstrecke um dort während der Wartezeit an einem gemütlichen Plätzchen ein paar Sonnenstrahlen zu genießen. Gegen 12:30 Uhr kamen unsere zwei weiteren Kämpfer Olaf und Dennis K. in unserer Entspannungsoase (Parkplatz) an und es war gewiss, dass wir nicht disqualifiziert werden (Anm. d. Red.: Weniger als 4 Athleten am Start führen zur sofortigen DSQ). Nun also Räder das letzte mal kontrollieren, umziehen, einchecken und dann einlaufen. Die letzten Vorbereitungen treffen und dann ab zur Teamvorstellung. Kurz den Arm heben um zu zeigen wer man ist, als wären unsere Anzüge nicht auffällig genug, und dann ab ins Wasser. Noch fünf Minuten bis zum Start des vierten Ligarennens. Wir stellten uns bewusst nicht als Team zusammen um nicht alle von einer möglichen schlechten Linie mit Gedränge erfasst zu werden. Bevor der Start erfolgte dann das übliche beim Freiwasserstart: “Hinter die Linie! Ihr seid vor der Linie! Wir starten das Rennen nicht bevor ihr nicht ALLE hinter der Linie seid!” – und sie starten doch, immer! Dementsprechend jagten 90 Athleten der ersten Boje entgegen an der es erstaunlich ruhig war. Nach 750m ohne Neoprenanzug war der Ausstieg erreicht und ab hier hieß es nur Kopf runter, im Sprint zum Rad, weiter zum Aufstieg und dort im Supermanstyle auf den Hobel springen. Ab da an folgte für alle im Feld erstmal 5 Kilometer alles was geht auf dem Rad! Viele kleinere Gruppen bildeten sich und versuchten natürlich die ganz vordere Gruppe zu erreichen. Nach eineinhalb Runden auf dem 4,7 Kilometerkurs schlossen sich einige kleinere Gruppen zusammen und es bildete sich ein Hauptfeld (ca. 40 Athleten) in dem Dennis W., Olaf und Raik zu finden waren. Vor dem Hauptfeld fuhr noch eine kleinere Spitzengruppe mit 7 Athleten. Hinter dem Hauptfeld befand sich Dennis K. in der ersten Verfolgergruppe und Lorenz nach einem verpatzten ersten Wechsel in der zweiten Verfolgergruppe. An dieser Konstellation änderte sich bis zum Wechsel nicht mehr viel. Alleine das Hauptfeld holte auf den letzten Metern vor dem Wechsel noch die Spitzengruppe ein. Ab in die Laufschuhe und alles aus dem Körper rausholen was geht. Für Dennis W. hieß das vor allem nicht erneut umzuknicken, den Flow finden und sauber ins Ziel kommen. Für alle anderen hieß es auf den vier Runden im Industriegebiet des Münsteraner Hafens jede Sekunde und jeden Platz rauszuholen. Eine lange Gerade von fast 500 Metern machte es möglich fast das gesamte Feld zu erblicken. Wirklich frisch sahen die wenigsten aus, auch wir nicht. Zum Glück kommt es hier aber nicht auf die B-Note an, sondern auf die Platzierung im Ziel. Hier erkämpften sich unsere Fünf die Platzierungen 18. (Dennis W), 36. (Olaf), 38. (Raik), 65. (Dennis K) und 83. (Lorenz). Im Endergebnis landen wir mit 157 Punkten auf dem zehnten Rang mit nur einer Platzziffer hinter dem neunten Rang aus Uerdingen. Mit dieser Platzierung sind wir mit zwei Debütanten sehr zufrieden, da es uns zeigt, dass ein Ausfall von unseren Topstartern kompensiert werden kann. Diese mittlerweile erarbeitete Breite zeigt sich auch in dem Fakt, dass wir bereits mit 11 verschiedenen Athleten die vierRennen besetzten. Wir werden uns jetzt eine Woche (sportliche) Ruhe gönnen bevor wir in die Vorbereitung des Saisonfinales in Hannover am 03.09. gehen.

Wir sagen wieder einmal “Danke!” für den Support an der Strecke, via Whatsapp, Facebook und Co.!

< ältere Beiträge