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Fragen beantwortet – 7. Platz in Gütersloh

DSC_7750Wir sind auf der Rückfahrt, zwei hängen am Handy, einer Fährt und ich – ich schreib den Bericht. Ich? Dennis – wie immer. Anscheinend möchte kein anderer seine Emotionen auf das digitale Papier bringen. Aber wie sagte Stephan bei der Teamvorstellung am Montag: “Dennis ist eben für alles da”. Deswegen wieder ein Bericht von mir über das erste Rennen der Saison!

 

So ein Saisonauftakt ist immer etwas besonderes. Egal wie viele Jahre man schon Triathlon macht. Egal wie viel Erfahrung man hat. Am Anfang der Saison sind alle im Nirgendwo und mit ihren Fragen alleine. Wie gut ist unser Team? War die Vorbereitung wirkungsvoll? Hat sich der organisatorische Aufwand gelohnt? Sind wir auf dem Stand den wir uns wünschen? Fragen über Fragen und bei mir, dank Multirolle im Team, noch mehr als wohl bei Anderen. Aber das gute am Saisonauftakt? Endlich werden die Fragen beantwortet! Endlich wieder kämpfen, die anderen Teams sehen, sich wortwörtlich auskotzen.

 

Unser Team für die Beantwortung der Fragen bestand diesen Sonntag aus zwei Neuzugängen und drei Altbekannten Gesichtern. Insgesamt standen sogar vier Athleten am Start die schon mal in einem, oder mehreren, Rennen im Feld der ersten Liga standen. In welchem Jahrtausend das war ist erstmal nicht so wichtig. Mit unserem ersten Neuzugang Mathis Friese haben wir einen weiteren Athleten aus den Reihen des Stützpunktes Neubrandenburg für unser Team gewinnen können. Letztes Jahr noch in der 1. Liga für Witten am Start soll er jetzt im grünen Dress die Strecken rocken! Ebenfalls neu im Team, und da geht der Dank an den Liebesengel Amor, ist Cornelius Theus. “Corni” ist dank seiner hier lebenden Freundin von den Hauptstädtern zu uns gewechselt. Auf ihm vereint sich ungefähr so viel Ligaerfahrung wie auf den Schultern von mir. Wenn man jetzt die Ligaerfahrung von uns beiden addiert dann ist man etwa bei der Hälfte von der Erfahrung die unser dritter Athlet hat: Olaf Geserick. Mit, laut eigenen Aussagen, “jungspündlichen” 49 Jahren unser ältester Athlet und einziger mit Erstligaerfahrung aus dem Gründungsjahr (!) der 1. Liga im Triathlon. Dabei gehört Olaf definitiv nicht zu den alten Eisen und ist immer eine Bank – garantiert auch heute. Die einzige Frage die ich schon vorher sicher beantworten konnte. Mit etwas weniger Erfahrung, aber definitiv mit viel Feuer ist Franz-Georg Leidhold unser vierter Mann für Gütersloh. Das Team wird komplettiert von mir und erweitert sich um unseren Teamchef Stephan Reis und Betreuer Jannis Dammann an der Strecke!

 

Der Modus in Gütersloh ist einfach: ballern, ballern und ballern. Anders formuliert: 750m Schwimmen, dann 20km Radfahren und anschließend 5km laufenden Fußes schieben und geschoben werden. Das ganze Rennen muss mit mindestens vier Athleten gemeinsam absolviert werden. Der Plan war einfach: Beim Schwimmen Olaf “mitschleppen” und ihn beim Radfahren etwas mehr Arbeit machen lassen. Laufen sollte dann die Jugend. Klingt einfach und wenn es klappt, dann fühlt es sich auch so an. Aber technische Defekte, Magenprobleme, einfach ein schlechter Tag – all das ist möglich und so waren kurz vor dem Start um 11.23 Uhr alle etwas aufgeregt.

 

Schwimmen auf Bahn 8. Die Reihenfolge war leicht gefunden. Unsere stärksten Schwimmer Georg und Mathis an eins und zwei. Olaf im Wasserschatten von Mathis und zur Absicherung Corni und Dennis dahinter. Das Schwimmen war soweit recht unspannend und nach 9.45min entstiegen wir den “Fluten” des Freibeckens. Bis auf 5 Sekunden genau die gleiche Zeit wie letztes Jahr! Bereits auf dem Weg zur Wechselzone probte Cornelius schon mal fürs spätere Laufen und schob Olaf zum Wechselplatz. Am Wechselplatz angekommen dann der erste Schockmoment – Cornis Startnummernband war gerissen. Doch so ein Medizinstudent ist eben vielseitig begabt und mit einem fachmännischen Doppelknoten löste er das Problem binnen weniger Sekunden.

 

Auf dem Rad war also die Stunde von Olaf und Corni. Mathis, auch ein “Drücker” sollte sich erstmal einfuchsen. Schließlich brauchten wir ihn noch beim Laufen – auf zwei Beinen in aufrechter Position ohne zu taumeln. In der ersten Runden fanden wir gut unser Tempo und auch ich konnte das Tempo mithalten. Viel zum Tempo beitragen konnte ich leider nicht, aber dafür waren zum Glück die anderen gut dabei! Immerhin musste ich keine Führung auslassen und so habe ich auch einen Fortschritt bei mir zu verzeichnen. Gemeinsam stiegen wir vom Rad und die “Schuld” von Olaf war abgetan. Jetzt lag es an Corni und mir die beiden tatsächlichen Jungspunde zu befeuern.

 

Beim Anfang des Laufens war es aber eher umgedreht. Man merkt, dass man Älter wird. Nach der Wechselzone anlaufen als wäre in 1000m das Ziel erreicht ist mit Mitzwanzigerbeinen nicht mehr so flockig drin wie mit 17- und 18- jährigen Beinchen. Dennoch, gepusht vom 20m vor uns in die zweite Laufrunde gestartetem Kölner Triathlon Team versuchten wir uns Schritt für Schritt ranzusaugen. Wenn man da mitlaufen kann, dann ist das echt gut! So mein Gedanke, meiner Mitläufer und vom am Rand schreienden Stephan! “Da gehen wir vorbei!” – Ja tatsächlich. Wir, die Rostocker Jungs, überholen gerade den letztjährigen Ligasieger. Das beflügelt und bis zum Ende der ersten Runde liefen wir gemeinsam mit den Kölner Jungs. Für die zweite Runde musste also Motivation gefunden werden! Während in den letzten Jahren nahezu Dauerschieben angesagt war fiel es dieses Jahr bei dem angeschlagenen Tempo sowohl mir als auch Corni nicht leicht die Hand am Rücken des Vordermanns zu halten. Lediglich kurzzeitig schob die sanfte Hand von Corni entweder Mathis oder Georg. Motivation für die zweite Runde gesucht und gefunden: Diesmal lief das Team aus Dresden 10m vor uns auf ihre erste Runde und unweit davor die 60 Sekunden vor uns gestarteten Athleten aus Uerdingen. Auch hier saugten wir uns ran, überholten und “stellten” ab.

 

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Im Ziel angekommen wie immer beim Teamrennen die Frage: Wofür hats gereicht? Unser Gefühl sagte uns: Top 10 sollte das gewesen sein. Ok, vor dieser Frage kam erstmal das wichtigste: Das abklatschen und bedanken bei den Jungs für dieses geile Rennen! Georg und Mathis sind beim Laufen mindestens an und vielleicht über ihrer Grenze gelaufen! Das war echt stark! Dann kam aber wirklich die Frage: Und??? Stephan sagt: “Um den sechsten Platz herum von dem was ich gestoppt habe.”. Es sind immer diese langen Minuten des Wartens. Das Rennen nach dem Rennen.

Nach dem Auslaufen die Nachricht: 7. Platz. Das beste Ergebnis in Gütersloh seit unserem Aufstieg. Etwas auf dem wir aufbauen können. Mit der fünften Schwimmzeit, der gesteigerten Radzeit und, jetzt kommts, dritten (!) Laufzeit des Tages können, müssen und sind wir zufrieden.

Zum Abschluss geht der Dank an alle die uns in der Saisonvorbereitung tatkräftig unterstützt haben und heute am Wettkampftag die Daumen drückten! Ohne Euch wäre dieser Bericht mit anderem Inhalt! Danke!

Weiter geht es für die Jungs der Regionalliga am 11.06. in Hamburg und für die 2. Bundesliga am 18.06. in Eutin. Wir freuen uns!

8. Platz in der Endtabelle der 2. Bundesliga Nord

DSC_064415. Platz beim Saisonfinale in Hannover

Im Rahmen des Maschseetriathlons 2016 konnten wir im letzten von 5 Rennen der zweiten Triathlonbundesliga Nord mit einem 15. Platz im Tagesklassement unseren einstelligen Platz zum Saisonabschluss in der Liga verteidigen! Somit konnten wir unsere ursprüngliche Zielsetzung am Anfang der Saison, die Klasse zu halten, bei Weitem übertreffen.

Am Vortag reisten bereits unsere Athleten: Dennis Weu, Lennart Grube, Moritz Stader, Tom Richter und Lorenz Beckmann zusammen mit Teamchef Stephan Reis und Betreuer Jannis Dammann zu später Stunde an und bezogen ihr Quartier nahe des Wettkampfortes. Die Stimmung war entspannt, da wir wussten, dass wir unser Saisonziel bereits erreicht haben und somit befreit ins Rennen starten konnten. Letztes Jahr sah dies deutlich anders aus, als wir knapp die Liga halten konnten. Diese komfortable Ausgangssituation war vor allem angenehm für Moritz, welcher nach längerer Verletzungspause erstmals wieder ins Renngeschehen der zweiten Bundesliga eingriff und Nachwuchssportler Lorenz Beckmann, der durch den aus beruflichen Gründen verhinderten Raik Recksiedler nochmal die Möglichkeit erhielt wertvolle Erfahrungen in der Liga zu sammeln.

Nach der Anreise begaben wir uns alle zügig auf unsere Zimmer um Energien zu sammeln und ausreichend Schlaf für das Saisonfinale zu bekommen.

Am nächsten Morgen trafen wir uns alle 8:30 Uhr zum Frühstück in gemeinsamer Runde und um uns nochmal über die Strecke auszutauschen, da dieses Mal keine Teamleitersitzung angesetzt war. Wir waren alle frohen Mutes und freuten uns auf ein versöhnliches Saisonfinale. Nachdem wir uns gestärkt haben, packten wir unsere Sachen und machten uns auf den Weg zum Maschsee. Dennis W. ließ sich im Vorfeld noch von unserem „angehenden Teamarzt“ Moritz den Knöchel tapen, um sicher zu gehen, dass dieser hält, da er sich vor dem Rennen in Münster an dieser Stelle verletzt hatte.

Angekommen am Maschsee checkten wir nochmal unser Wettkampfmaterial, sodass in der Wechselzone keine bösen Überraschungen auftreten konnten. Da wir pünktlich am Wettkampfort eintrafen, hatten wir genug Zeit um uns die Wechselzone und die Besonderheiten der Strecke anzusehen. Es herrschte Linksverkehr auf der Radrunde, welche dreimal zu bewältigen war und auch auf der Laufrunde, die zweimal gelaufen werden musste und als Wendepunktkurs ohne jegliche Kurven monoton und somit auch psychisch anstrengend zu werden schien. Nachdem wir uns zusammen einliefen und erwärmten, checkten wir in die Wechselzone ein und warteten gespannt auf den Start.

Dieser sollte sich als lang und kräftezehrend rausstellen. Wir wurden teamweise vorgestellt und ins Wasser geschickt, wo wir uns an der Mauer der Seepromenade nebeneinander platzierten und geduldig auf das Startsignal warteten. Und die Wettkampfleitung ließ sich Zeit. Viel Zeit. Das Wasser war kalt aber gerade noch warm genug, dass ein wärmender Neoprenanzug verboten war und obendrein zog ein frischer Wind ein, der uns alle frieren ließ. Nachdem nach einer gefühlten Ewigkeit in der Kälte das Startsignal endlich fiel, hieß es: Vollgas im Schwimmen, um eine gute Radgruppe zu erwischen. Als Erster von uns kam Tom aus dem Wasser auf Platz 31 liegend gefolgt von Lennart auf Platz 46. Moritz und Lorenz entsprangen kurz danach auf den Plätzen 59 und 60 dem tosenden Wasser des Maschsee. Zur bösen Überraschung unseres Teams kam Dennis W., der sonst zu den schnellen Schwimmern im Feld gehört und ein Top 20 Kandidat ist, völlig unterkühlt als 68. aus dem Wasser und musste kurz danach auf dem Rad das Rennen abbrechen. Nachdem er sich wieder ein bisschen aufgewärmt hatte, feuerte er zusammen mit Stephan und Jannis das Team an. Durch den Ausfall von Dennis kam nun jeder der von uns verbliebenen Athleten in die Tageswertung, sodass keine weiteren Ausfälle zu verkraften wären.

Das Radfahren gestaltete sich sehr anspruchsvoll, da auf großen Teilen der Strecke starker Seitenwind herrschte, welcher größere Gruppen schwer zu ließ, sodass das Feld stark zersplitterte. Wem heute die Radbeine fehlten, hatte arge Schwierigkeiten die Gruppen zu halten. Dies mussten leider Moritz und Lorenz zu spüren bekommen und verloren auf dem Rad Zeit und wichtige Plätze. Lennart konnte mit einer soliden Radleistung und der drittbesten Laufzeit des Tages noch auf Platz 18 vorlaufen, gefolgt von Tom auf Platz 45 mit soliden Leistungen in allen drei Disziplinen. Auf den Plätzen 72 und 79 kamen Moritz und Lorenz ins Ziel.

Die Leistungen reichten zu Platz 15 im Tagesklassement, sodass wir leider noch zwei Plätze verloren haben in der Gesamtwertung. Aber wir konnten dennoch eine einstellige Platzierung (Platz 8) zum Abschluss der Zweitligasaison halten und haben uns als Team damit selbst übertroffen und im Vergleich zum Vorjahr einen großen und wichtigen Schritt nach vorne gemacht. Nun heißt es die Saisonpause zu genießen und nächstes Jahr wieder voll anzugreifen.

Vielen Dank an alle Leute und die Sponsoren, die uns als Team unterstützen und uns dies ermöglichen.

10. Platz beim vierten Rennen der Saison in Münster

Mit zwei Debütanten im Team beim vierten Rennen der Saison in Münster einen soliden 10. Platz erkämpft! So die allgemeine kurze Zusammenfassung die in Zeitungen das Geschehene auf den Punkt bringt. Wenn du allerdings schon hier auf dieser Seite gelandet bist, dann bestimmt nicht um einen kurzen Zeitungsbericht zu lesen. Nein du willst das volle Programm, die volle Ladung an Emotionen! Können wir bieten!

Die Ausgangssituation: viele verletzt, einige im Prüfungsstress und andere anderweitig verhindert. So ergab sich die Teamaustellung fast von selbst und die besten Fünf der verbleibenden Athleten wurden aufgestellt. Mit dabei unsere zwei Vielstarter Olaf Geserick und Dennis Weu – nicht so verwunderlich. Ebenfalls an Bord die Radrakete Dennis Kruse und mit Lorenz Beckmann und Raik Recksiedler zwei Debütanten für unser Team! Wir waren also gespannt was dieses Rennen drin sein würde, konnten aber glücklicherweise dank der guten vorherigen Rennen ohne großen Druck agieren.

Vergangener Donnerstag dann die Hiobsbotschaft für unseren Teamchef Stephan Reis. Dennis W., unser verletzungsresistenter Athlet, hat sich verletzt. Ein harmloser Stock zwang Dennis in die Knie in dem er ihn zum umknicken brachte. Ab da an nur noch humpelnd unterwegs war also die allgegenwärtige Frage: “Schafft er 5 Kilometer zu laufen am Sonntag?”. Ersatz wurde gesucht, aber einen Top20-Kandidaten zaubert man nicht einfach aus dem Hut. Nach nahezu stündlicher Konsultation entschieden wir uns dafür mit Dennis an den Start zu gehen. Vor allem vor dem Hintergrund, dass das folgende Rennen erst in sechs Wochen ist.

Auf den Weg in die Fahrradstadt Münster machten sich aus Rostock unser Betreuer Martin “Morten” Binger, Lorenz, Dennis W. am Samstag um 10:00 Uhr vom Parkplatz der Neptunschwimmhalle und es sollte eine lange Reise werden…Raik, Dennis K. und Olaf machten sich alleine auf den Weg. Unser Dreierpack stand bereits vor Lübeck im Stau und erblickte dann etwas erstaunt weißen Rauch der aus der Motorhaube empor stieg. Also schnellstmöglich den nächsten Parkplatz angesteuert und kurz nachgucken. Unser sehr ausgeprägtes Verständnis für Autos reichte für folgende präzise Bewertung der Situation: “Joa, ist ganz schön heiß. Ich glaube das ist nicht normal”. Nach einer kurzen Konsultation des Teammechanikers in Form von Dennis Papa blieb uns nur der Anruf des ADAC. Es war 11:20 Uhr. Mit einer Menge Humor, anhaltendem Optimismus heute noch Münster zu erreichen und zu guter letzt mit dem Wissen eine ADAC Plus Mitgliedschaft zu haben schafften wir die zweieinhalb Stunden Wartezeit und wurden dann mit folgendem Satz konfrontiert: “Ja, da hilft nur Abschleppen” – “…aber ihr bekommt dann einen Leihwagen und als Plusmitglied ist der kostenlos, genauso wie das Abschleppen.”. Läuft bei uns! Ab ging es also mit dem Abschleppwagen in den immernoch anhaltenden Stau zu ADAC Huckepack-Wieck in Reinfeld. Nach typisch deutscher Bürokratie erhielten wir dann kurz nach 15.00 Uhr unseren Leihwagen. Definitiv ein Upgrade zu Dennis nicht mehr ganz taufrischem Opel Astra. Das war auch nötig, denn so langsam waren wir in Zeitnot, da für 18:00 Uhr die Teamleitersitzung, natürlich in Münster, angesetzt war. Nach einem Warnanruf beim Ligachef erwiderte er auf seine trockene Art: “Richte deinem Fahrer mal aus, dass es links eine Ablage gibt für den Fuß und rechts ein Gaspedal – das muss man durchdrücken! Dann klappt das schon! [...] Ist der Lange (anm. d. Red. Stephan Reis) eigentlich auch mit dabei oder drückt er sich wieder?” – der Lange drückte sich und seine Daumen zu Hause. 18:15 Uhr – Ankunft in Münster und herein in die Sitzung. Raik hielt hier die ersten 15 Minuten für uns die Stellung! Ab da an wurde der Tag etwas entspannter und es ging nur noch zum Hotel, zum Marktkauf (in dem die Bananen ausverkauft waren – da kommt man vom Osten extra für die Bananen in den Westen und dann sowas) und zum Italiener. Hier wurde die Teamtaktik gründlich besprochen: “Wir geben alle unser Bestes! Jeder Platz zählt und es wird immer gesprintet!” – reicht soweit zur Taktik. Der Abend war definitiv von viel Witz, alten Heldengeschichten und Stories geprägt. Die Autopanne bekommt für die Zukunft garantiert einen Sonderplatz in dieser Sammlung. Irgendwann ging es dann ins Bett und der Wecker wurde auf acht Uhr gestellt – die Startzeit von 14:40 macht es möglich.

Raik, Lorenz und Dennis W. trafen sich vor dem Frühstück zum kurzen Auftaktlauf und damit gleichzeitig die Bestandsprobe für Dennis. Nach fünf Minuten Laufen das Resumé: “Geil ist was anderes, schmerzfrei ist was anderes, aber ich sollte 5 Kilometer laufen können – Adrenalin muss es richten.” Dennis machte sich auf den Rückweg und die Beiden hingen noch 20 Minuten ran. Frisch geduscht ging es dann zum reichlichen Frühstück – die erste Aufregung war hier definitiv zu spüren.
Nach dem Frühstück ging es dann auf dem Rennrad zur Wettkampfstrecke um dort während der Wartezeit an einem gemütlichen Plätzchen ein paar Sonnenstrahlen zu genießen. Gegen 12:30 Uhr kamen unsere zwei weiteren Kämpfer Olaf und Dennis K. in unserer Entspannungsoase (Parkplatz) an und es war gewiss, dass wir nicht disqualifiziert werden (Anm. d. Red.: Weniger als 4 Athleten am Start führen zur sofortigen DSQ). Nun also Räder das letzte mal kontrollieren, umziehen, einchecken und dann einlaufen. Die letzten Vorbereitungen treffen und dann ab zur Teamvorstellung. Kurz den Arm heben um zu zeigen wer man ist, als wären unsere Anzüge nicht auffällig genug, und dann ab ins Wasser. Noch fünf Minuten bis zum Start des vierten Ligarennens. Wir stellten uns bewusst nicht als Team zusammen um nicht alle von einer möglichen schlechten Linie mit Gedränge erfasst zu werden. Bevor der Start erfolgte dann das übliche beim Freiwasserstart: “Hinter die Linie! Ihr seid vor der Linie! Wir starten das Rennen nicht bevor ihr nicht ALLE hinter der Linie seid!” – und sie starten doch, immer! Dementsprechend jagten 90 Athleten der ersten Boje entgegen an der es erstaunlich ruhig war. Nach 750m ohne Neoprenanzug war der Ausstieg erreicht und ab hier hieß es nur Kopf runter, im Sprint zum Rad, weiter zum Aufstieg und dort im Supermanstyle auf den Hobel springen. Ab da an folgte für alle im Feld erstmal 5 Kilometer alles was geht auf dem Rad! Viele kleinere Gruppen bildeten sich und versuchten natürlich die ganz vordere Gruppe zu erreichen. Nach eineinhalb Runden auf dem 4,7 Kilometerkurs schlossen sich einige kleinere Gruppen zusammen und es bildete sich ein Hauptfeld (ca. 40 Athleten) in dem Dennis W., Olaf und Raik zu finden waren. Vor dem Hauptfeld fuhr noch eine kleinere Spitzengruppe mit 7 Athleten. Hinter dem Hauptfeld befand sich Dennis K. in der ersten Verfolgergruppe und Lorenz nach einem verpatzten ersten Wechsel in der zweiten Verfolgergruppe. An dieser Konstellation änderte sich bis zum Wechsel nicht mehr viel. Alleine das Hauptfeld holte auf den letzten Metern vor dem Wechsel noch die Spitzengruppe ein. Ab in die Laufschuhe und alles aus dem Körper rausholen was geht. Für Dennis W. hieß das vor allem nicht erneut umzuknicken, den Flow finden und sauber ins Ziel kommen. Für alle anderen hieß es auf den vier Runden im Industriegebiet des Münsteraner Hafens jede Sekunde und jeden Platz rauszuholen. Eine lange Gerade von fast 500 Metern machte es möglich fast das gesamte Feld zu erblicken. Wirklich frisch sahen die wenigsten aus, auch wir nicht. Zum Glück kommt es hier aber nicht auf die B-Note an, sondern auf die Platzierung im Ziel. Hier erkämpften sich unsere Fünf die Platzierungen 18. (Dennis W), 36. (Olaf), 38. (Raik), 65. (Dennis K) und 83. (Lorenz). Im Endergebnis landen wir mit 157 Punkten auf dem zehnten Rang mit nur einer Platzziffer hinter dem neunten Rang aus Uerdingen. Mit dieser Platzierung sind wir mit zwei Debütanten sehr zufrieden, da es uns zeigt, dass ein Ausfall von unseren Topstartern kompensiert werden kann. Diese mittlerweile erarbeitete Breite zeigt sich auch in dem Fakt, dass wir bereits mit 11 verschiedenen Athleten die vierRennen besetzten. Wir werden uns jetzt eine Woche (sportliche) Ruhe gönnen bevor wir in die Vorbereitung des Saisonfinales in Hannover am 03.09. gehen.

Wir sagen wieder einmal “Danke!” für den Support an der Strecke, via Whatsapp, Facebook und Co.!

TriTeam triZack Rostock II geht in Itzehoe baden 

Der Vorlauf des 3. Rennens in der Regionalliga Nord war vor allem durch personelle Engpässe geprägt. Obwohl auch das Regionalliga Team im Vergleich zur letzten Saison deutlich breiter aufgestellt ist, war es heute aufgrund von zahlreichen lang- und kurzfristig Verletzten/ Kranken schwierig alle fünf Startplätze adäquat zu besetzen. Bis zuletzt war unklar ob ein fünfter Mann beim Rennen startet. Letztendlich konnte mit Jannes Schweder, Michael Fischer, Christoph Che Keller, Tobias Knoll und Johannes Wurm dennoch ein schlagkräftiges Team an die Startlinie geschickt werden. Hervorzuheben ist dabei Jannes Schweder (Jg. 2000!), der heute zum ersten Mal triZack in der Regionalliga Nord vertrat.

Gegen 9 Uhr brachen die fünf Jungs zusammen mit dem vierköpfigen Betreuerteam in insgesamt drei Kraftfahrzeugen in Richtung Itzehoe auf, welches nach gut zwei Stunden Fahrtzeit erreicht wurde. Die Rahmenbedingungen vor Ort waren ohne Zweifel als optimal zu bezeichnen. Sowohl die Organisation als auch das Wetter ließen auf ein Triathlon-Fest hoffen.

Zum Rennen: Jannes und Tobias setzten sich beim Schwimmen in der vorderen Gruppe fest. Johannes und Michael verließen im soliden Mittelfeld das Wasser, während Che keinen Anschluss an eine Gruppe fand und dementsprechend Zeit verlor. Auf dem Rad erblickten die mitgereisten Vereinsmitglieder überraschend zuerst den junge Jannes (~ Platz 25). Dahinter folgten mit einigem Abstand Tobias, Johannes, Michael und der leider immer noch alleine kämpfende Che.  Jannes musste dem hohen Tempo Tribut zahlen und verlor etwa 20 Plätze bis zum zweiten Wechsel, blieb dabei aber dennoch stark am Hauptfeld dran. Johannes und Michael hielten ihre Positionen nach dem Schwimmen in etwa.

Auf der Laufstrecke kämpfte Jannes – als Resultat des harten Radfahrens – mit Krämpfen, biss sich aber trotzdem bis zum Ziel durch und wurde guter 66. im Feld. Dahinter liefen Michael (71.) und Johannes (73.) ins Ziel ein. Letztgenannter sollte eigentlich, aufgrund anhaltender Probleme mit der Achillessehne, ursprünglich bereits nach dem Radfahren aussteigen. Che holte auf der Laufstrecke noch einige Plätze heraus und landete somit auf dem 78. Platz. Nicht in die Wertung schaffte es heute Tobias, der als 82. die Ziellinie erreichte.

Die Stimmung im Ziel war – dem Ergebnis geschuldet – bei den Athleten und Betreuern eher getrübt. Die Tatsache, dass am Ende doch noch der 17. Platz (von 18) stand, dürfte wohl niemanden im Team wirklich trösten.

Aufgrund der guten Ergebnisse aus den Rennen in Vierlanden und Schwerin steht die Zweite Mannschaft aber weiterhin gut in der Regionalliga Nord und hofft in den zwei verbleibenden Rennen an diese anzuknüpfen.

Bericht: Niels Wich

Schweder, Jannes: 66.

Fischer, Michael: 71.

Wurm, Johannes: 73.

Keller, Christoph che 78.

Knoll, Tobias: 82.

Toller 4. Platz beim 2. Bundesliga Wettkampf in Eutin

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In der Rosenstadt Eutin ging es heute früh beim gleichnamigen Triathlon für 18 Mannschaften und 90 Athleten der 2. Bundesliga Nord in die zweite Runde der Saison! Anders als in den letzten Jahren, in denen die olympische Distanz gefordert war, ging es heute über die Sprintdistanz von 750m Schwimmen, 20km Rad und 5km Lauf. Dank dieser Veränderung war es uns möglich unseren mit Jahrgang 2000 jüngsten Athleten Georg Leidhold aufzustellen. Komplettiert wurde das Team von Lennart Grube, Dennis Weu, Tom Richter und dem ältesten Athleten des Feldes Olaf Geserick (Jahrgang 1968). Der erste Titel “Größte Altersspanne im Team” ging also bereits vor dem Start wieder an uns!

Der Start für unser Rennen war für die doch echt frühe Uhrzeit 08:45 Uhr terminiert, was wir dank des 06.00 Uhr Schwimmtrainings aber gut verkrafteten. Genau um diese Zeit nahmen wir im Hotel unser Frühstück ein um weder mit leeren, noch mit zu vollem Magen anzutreten. Auch wenn die Gesichter noch etwas Müde reinblickten, so war das Team unter der Aufsicht von Teambetreuer Martin “Morten” Binger topmotiviert! Die letzten Sachen zusammen packen, Räder checken – “oh, ich hab einen Platten” hallte es aus der Ferne von Lennart, Schlauch wechseln und die abschließenden Worte vom stellvertretenden Teamchef und Vielstarter Dennis: “Alles dabei? Helm? Transponder? Neo? Anzug? Schuhe? Startnummer? Dann GO!”.

Nach einer langen Reise von 3 Minuten am Ort des Geschehens angekommen hieß es Check-In und Einrichten der Wechselzone. Wieder die Worte: “Helm, Radschuhe, Schuhe, richtiger Gang, Startnummer?” und schon ging es zum Einlaufen. Eine Stunde trennten uns jetzt noch von dem Start im 19,2 Grad kühlem Nass – weswegen die Anziehzeit des Neoprenanzuges für die kommende Stunde in die Planung mit einbezogen werden musste. Zu Fünft ging es auf die Wettkampfrunde um die Beine aufzuwecken. Ein bisschen Lauf-ABC, Steigerungen und ab zum Anziehen! Unser Fansupport von knapp 15 Leuten war auch schon angekommen und half ordentlich bei den letzten Handgriffen. So langsam stieg die Spannung und die Frage “Wie wird das erste Einzelrennen der Saison wohl ausgehen?” wurde im Inneren immer lauter.

Start! Wie immer war die Linie eher ein Halbkreis, aber das interessiert auch nicht mehr doll, wenn sich 90 Leute dieser Situation schon zwei Wochen vor dem Rennen bewusst sind – macht die Positionswahl natürlich etwas einfacher. Nach ziemlich engem Schwimmen, was vorallem an den Bojen Probleme bereitete, kam Georg auf dem 2. Platz liegend (und dann stehend) ans Ufer. Ihm folgte Dennis um Rang 18. Dahinter ging es Schlag auf Schlag (siehe Facebook-Live Video von uns). Das Radfahren war diesmal etwas spannender als sonst, da 15KM lang eine Spitzengruppe von 15 Leute zusammen mit Georg 20 Sekunden auf das große Verfolgerfeld inklusive Lennart, Dennis und Olaf hielt. Tom verpasste diese große Gruppe leider knapp durch Probleme beim ersten Wechsel. Nach 15KM wurden die Spitzenreiter dann doch noch vom großen Verfolgerfeld eingeholt und so ging es zusammen mit knapp 50 Leuten in die Wechselzone. Lennart konnte hier nach einem fulminanten Wechsel als Führender auf die Laufstrecke gehen! Ebenfalls gut wechselten Georg und Olaf. Dennis stieg leider ziemlich weit hinten in der Gruppe ab und hatte nach dem Wechsel fast die gesamte Gruppe vor sich und circa 20 Sekunden auf unseren Führenden verloren. An Motiviation und Überholvorgängen sollte es Dennis also nicht mangeln! Nach einer Runde um den Eutiner See hat sich das Feld schon sortiert und Lennart kam auf Position Drei liegend an den triZack Supportern vorbei. Dann die Überraschung für diese, denn ungleich später bog Dennis um die Ecke. Innerhalb von einer Runde 40 Plätze gut gemacht und jetzt auf dem 7. Platz liegend. Gleich in der Gruppe dahinter kämpfte unser jüngster Georg um die Plätze und Olaf hielt mit dem Feld um die Plätze 40 mit. Ein sehr (sehr) gutes und genauso überraschendes Teamergebnis war nur noch 2,5KM entfernt. Die kommende Runde war nicht minder Anstrengend, aber von den Positionsveränderungen nicht so verändernd wie die Erste. Unsere Ergebnisse im Ziel: 3. Lennart, 6. Dennis, 17. Georg, 44. Olaf und 76. Tom. Das ist also in der Addition die ziemlich kleine Zahl 70! Damit hieß es jetzt also warten auf die offiziellen Ergebnisse – oder anders: auslaufen. Während diesem erhielten wir dann die Nachricht: 4. Platz in der Tagesgesamtwertung! Die Beste triZack-Leistung in der 2. Liga (bisher 9. Platz 2015 in Eutin und Carolinensiel)! Wir sind mächtig erleichtert und glücklich! Das es so gut läuft haben wir uns vielleicht gewünscht, aber definitiv nicht erwartet. Ein großer Dank gilt unseren angereisten Supportern die uns mit ihrer Stimm- und Trommelgewalt nach vorne peitschten und so noch den ein oder anderen Zielsprints als 6. Mann entschieden! ;-) Was in einem solchen Artikel nicht fehlen darf: der Konjunktiv. Hätten wir als Team zwei Platzziffern weniger, dann wären wir nicht Vierter, sondern Zweiter. Nichtsdestotrotz haben wir alles gegeben und diese zwei Platzziffern waren einfach nicht drin. Glückwunsch an die Sieger aus Weimar und geteilten Zweitplatzierten Köln und TV Berlin 09!

Wenn es noch nicht so deutlich geworden ist: Danke für den Support! Sowohl an der Strecke, als auch von zu Hause aus! Dank Euch ist es einfach noch viel schöner!

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