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Toller 4. Platz beim 2. Bundesliga Wettkampf in Eutin

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In der Rosenstadt Eutin ging es heute früh beim gleichnamigen Triathlon für 18 Mannschaften und 90 Athleten der 2. Bundesliga Nord in die zweite Runde der Saison! Anders als in den letzten Jahren, in denen die olympische Distanz gefordert war, ging es heute über die Sprintdistanz von 750m Schwimmen, 20km Rad und 5km Lauf. Dank dieser Veränderung war es uns möglich unseren mit Jahrgang 2000 jüngsten Athleten Georg Leidhold aufzustellen. Komplettiert wurde das Team von Lennart Grube, Dennis Weu, Tom Richter und dem ältesten Athleten des Feldes Olaf Geserick (Jahrgang 1968). Der erste Titel “Größte Altersspanne im Team” ging also bereits vor dem Start wieder an uns!

Der Start für unser Rennen war für die doch echt frühe Uhrzeit 08:45 Uhr terminiert, was wir dank des 06.00 Uhr Schwimmtrainings aber gut verkrafteten. Genau um diese Zeit nahmen wir im Hotel unser Frühstück ein um weder mit leeren, noch mit zu vollem Magen anzutreten. Auch wenn die Gesichter noch etwas Müde reinblickten, so war das Team unter der Aufsicht von Teambetreuer Martin “Morten” Binger topmotiviert! Die letzten Sachen zusammen packen, Räder checken – “oh, ich hab einen Platten” hallte es aus der Ferne von Lennart, Schlauch wechseln und die abschließenden Worte vom stellvertretenden Teamchef und Vielstarter Dennis: “Alles dabei? Helm? Transponder? Neo? Anzug? Schuhe? Startnummer? Dann GO!”.

Nach einer langen Reise von 3 Minuten am Ort des Geschehens angekommen hieß es Check-In und Einrichten der Wechselzone. Wieder die Worte: “Helm, Radschuhe, Schuhe, richtiger Gang, Startnummer?” und schon ging es zum Einlaufen. Eine Stunde trennten uns jetzt noch von dem Start im 19,2 Grad kühlem Nass – weswegen die Anziehzeit des Neoprenanzuges für die kommende Stunde in die Planung mit einbezogen werden musste. Zu Fünft ging es auf die Wettkampfrunde um die Beine aufzuwecken. Ein bisschen Lauf-ABC, Steigerungen und ab zum Anziehen! Unser Fansupport von knapp 15 Leuten war auch schon angekommen und half ordentlich bei den letzten Handgriffen. So langsam stieg die Spannung und die Frage “Wie wird das erste Einzelrennen der Saison wohl ausgehen?” wurde im Inneren immer lauter.

Start! Wie immer war die Linie eher ein Halbkreis, aber das interessiert auch nicht mehr doll, wenn sich 90 Leute dieser Situation schon zwei Wochen vor dem Rennen bewusst sind – macht die Positionswahl natürlich etwas einfacher. Nach ziemlich engem Schwimmen, was vorallem an den Bojen Probleme bereitete, kam Georg auf dem 2. Platz liegend (und dann stehend) ans Ufer. Ihm folgte Dennis um Rang 18. Dahinter ging es Schlag auf Schlag (siehe Facebook-Live Video von uns). Das Radfahren war diesmal etwas spannender als sonst, da 15KM lang eine Spitzengruppe von 15 Leute zusammen mit Georg 20 Sekunden auf das große Verfolgerfeld inklusive Lennart, Dennis und Olaf hielt. Tom verpasste diese große Gruppe leider knapp durch Probleme beim ersten Wechsel. Nach 15KM wurden die Spitzenreiter dann doch noch vom großen Verfolgerfeld eingeholt und so ging es zusammen mit knapp 50 Leuten in die Wechselzone. Lennart konnte hier nach einem fulminanten Wechsel als Führender auf die Laufstrecke gehen! Ebenfalls gut wechselten Georg und Olaf. Dennis stieg leider ziemlich weit hinten in der Gruppe ab und hatte nach dem Wechsel fast die gesamte Gruppe vor sich und circa 20 Sekunden auf unseren Führenden verloren. An Motiviation und Überholvorgängen sollte es Dennis also nicht mangeln! Nach einer Runde um den Eutiner See hat sich das Feld schon sortiert und Lennart kam auf Position Drei liegend an den triZack Supportern vorbei. Dann die Überraschung für diese, denn ungleich später bog Dennis um die Ecke. Innerhalb von einer Runde 40 Plätze gut gemacht und jetzt auf dem 7. Platz liegend. Gleich in der Gruppe dahinter kämpfte unser jüngster Georg um die Plätze und Olaf hielt mit dem Feld um die Plätze 40 mit. Ein sehr (sehr) gutes und genauso überraschendes Teamergebnis war nur noch 2,5KM entfernt. Die kommende Runde war nicht minder Anstrengend, aber von den Positionsveränderungen nicht so verändernd wie die Erste. Unsere Ergebnisse im Ziel: 3. Lennart, 6. Dennis, 17. Georg, 44. Olaf und 76. Tom. Das ist also in der Addition die ziemlich kleine Zahl 70! Damit hieß es jetzt also warten auf die offiziellen Ergebnisse – oder anders: auslaufen. Während diesem erhielten wir dann die Nachricht: 4. Platz in der Tagesgesamtwertung! Die Beste triZack-Leistung in der 2. Liga (bisher 9. Platz 2015 in Eutin und Carolinensiel)! Wir sind mächtig erleichtert und glücklich! Das es so gut läuft haben wir uns vielleicht gewünscht, aber definitiv nicht erwartet. Ein großer Dank gilt unseren angereisten Supportern die uns mit ihrer Stimm- und Trommelgewalt nach vorne peitschten und so noch den ein oder anderen Zielsprints als 6. Mann entschieden! ;-) Was in einem solchen Artikel nicht fehlen darf: der Konjunktiv. Hätten wir als Team zwei Platzziffern weniger, dann wären wir nicht Vierter, sondern Zweiter. Nichtsdestotrotz haben wir alles gegeben und diese zwei Platzziffern waren einfach nicht drin. Glückwunsch an die Sieger aus Weimar und geteilten Zweitplatzierten Köln und TV Berlin 09!

Wenn es noch nicht so deutlich geworden ist: Danke für den Support! Sowohl an der Strecke, als auch von zu Hause aus! Dank Euch ist es einfach noch viel schöner!

Zu Gast in der Regionalliga – ein Zweitligastarter berichtet

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2. Platz beim Regionalligaauftakt in Hamburg-Bergedorf

Es ist der Vierlandentriathlon und – ich kenne es nicht anders – der Planet brennt. Er brennt unermüdlich auf die stählernen Schultern unserer fünf angereisten Athleten: Dennis Kruse, Thomas Winkelmann, Maik Müller, Martin Schütt und mir, Dennis Weu. Nicht weniger Sonne sollten die ebenfalls stählernen Schultern unserer mitgereisten Anbrüller, benannt nach ihrer Tätigkeit am Wettkampftag, Stephan Reis, Martin Binger, Johannes Wurm und Marcus Rittgarn abbekommen.

Auf der umfangreich mit wenig Schatten gesäumten Strecke entlang des Elbdeichs sollte der einzig mögliche Schatten, aber längst nicht so beliebte, dieser sein, der sich vor den Augen auftut wenn das Leben langsam aus dem Körper entweicht. Ihr, die sportlichen Leser, wisst wovon ich rede. Aber spulen wir ein bisschen zurück…

Die Sonne geht in Rostock auf, bestimmt auch in Hamburg-Bergedorf, aber darüber habe ich keine genauen Informationen. Wenig später klingelt der Wecker und mit ungewohnter Lockerheit entstieg ich den fesselnden Tentakeln meines Bettes. Ein gut vorbereiteter Athlet, welcher ich sein sollte, hätte seine Tasche am Vortag gepackt und eine Checkliste mit vielen Häckchen drauf. Der Konjunktiv verrät es – so war es nicht. Somit wurde noch von der Schublade und der anderen Schublade schnell der Helm und Co. eingepackt und los ging es zum Treffpunkt. Höchstmotiviert, dabei jeden noch so schlechten Song im Radio feiernd, ging es ab zum Deichbrand! Also fast…

Es ist 11:00 und wir erreichen unsere persönliche Final Destination. Eins ist jetzt klar: Die Sonne ging auch hier auf! Unser ambitionierter Teamchef ging sofort los um die Startunterlagen für seine fünf Kämpfer zu holen. Unter Ihnen drei kampferfahrene Zweitligaathleten, die beim Auftakt gleich mal die heißen Kohlen aus dem Feuer holen sollten. Hey – ich dachte kein Druck heute?! Also außer auf der Radstrecke natürlich. Hier wurde vor dem Rennen auf unserer Facebookseite, der alle Fans folgen (sollten), die stark nach Ironie riechende Aussage von mir veröffentlicht, dass ich mich auf das Windschattenverbot freue. Jeder der mich kennt konnte sich wohl ein Schmunzeln nicht verkneifen…

Die Zeit bis zum Start verging wie im Flug – der Modus für den Wettkampf stimmt also. Positiv vorweg: Keiner hat irgendwelches notwendiges Material vergessen. Bin mir gerade nicht sicher, ob das sogar eine Premiere ist. Aus meiner Sicht sind wir jetzt bei dem Wesentlichen angelangt: Neoverbot! Ein grausiges Wort für die meisten Triathleten und auch einige meiner Teammitstreiter sahen der 1500m Schwimmstrecke nun etwas mulmiger entgegen. Ich hingegen sah das Positive: kein Anziehen dieser schwarzen Pelle.

12:50 Uhr: Start! Mit großen Schritten ging es von Land ins Wasser, welches so schnell kam, das nach fünf Schritten mein Oberkörper die übliche Schwimmlage einnahm. Neben mir noch einige Athleten mit gekonnten Delphinsprüngen – aber die sind auch alle viel größer dachte ich mir und blieb meinem Kraulstil treu! 200m später waren die Delphine um mich herum verschwunden und mein einziger Begleiter war das vor mir entspannt, so schien es, paddelnde Paddelboot. Ich, nur geringfügig weniger entspannt, sehnte langsam aber sicher das Ende der Schwimmstrecke entgegen. In Führung liegend entstieg ich den Fluten und konnte eine Minute Vorsprung auf die engsten Verfolger, unter ihnen Thomas, rausholen. Wenig dahinter unsere Radrakete Dennis (Kruse). Im hinteren Feld kamen Maik und Martin aus dem Wasser.
Erstmal losballern, die Gruppe bekomme ich! So die Zweitligadenke! Warte – vor mir ist keiner und Gruppen gibt es hier nicht. Jedenfalls sollte es keine geben. Nach 30KM fast alleine, immer nur von viel zu schnell fahrenden Einzelkämpfern überholt, erreichte mich eine Gruppe von dem Typus “10m sind heute mal 5m, oder doch lieber 3m – sicher ist sicher”. In dieser hielt ich mich im sicheren Abstand zu meinen Vorfahrern auf und versuchte mich weniger über zu dicht auffahrende, nenne ich sie mal so, Athleten aufzuregen und rollte sicher dem Radabstieg entgegen. Dennis hatte mich bereits vor einer ganzen Weile überholt und stieg an Position 3 ab. Thomas befand sich direkt vor mir in der Gruppe. Gemeinsam ging es um Platz 12 herum in die Wechselzone. Maik und Martin stiegen ziemlich zeitgleich um die Plätze 50 vom Rad.
Jetzt sollte es also beginnen: Mein Lauf. Mein Liebstes. Meine Disziplin! Nichts da! Auch wenn die Leute an der Strecke sagten, dass es gut aussieht, so hat es nur kurz geholfen. Heute war es ein Kampf zwischen meinem Kopf und Magen und zwischendurch schien der Magen gewonnen zu haben – doch eine kurze Erholungspause in dem er nicht mein Leben schwer machte – reichte um die letzten 3KM ins Ziel zu bringen. Hier ein großes Dankeschön an die Anbrüller von uns und die vom TriTeam Hamburg!
Im Ziel angekommen vermerkte unser Teamchef die inoffiziellen Zahlen: 4. Dennis Kruse, 11. Ich, 15. Thomas, 56. Maik, 60. Martin. Zufrieden sind wir also zum Check-Out, zu den Autos und noch mal zu den Ergebnislisten. Leider war hier um 16:00 Uhr noch keine Liste und in der Annahme nicht unter die Top 3 gekommen zu sein entschieden wir uns für den Rückweg. Bei der Essensaufnahme in einem bekannten Lokal mit der goldenen Möwe als Symbol erreichte uns dann doch sehr überraschend die Nachricht, dass wir den 2. Platz belegt haben! Wir sind sehr glücklich! Für mich persönlich heißt es jetzt: kurz Beine hochlegen und dann sehr motiviert für Eutin am 19.06. weitertrainieren!

Die Einzelergebnisse haben sich durch den oben erwähnten Typus an Gruppe und die damit verbundenen Zeitstrafen auf diese Plätze verbessert: 4. Dennis Kruse, 7. Dennis Weu, 10. Thomas Winkelmann, 56. Maik Müller, 60. Martin Schütt. Johannes Wurm, der mir das Steuer meines Autos zum Glück abnahm, sagte nach dem ich ihm den Text vorlies: “Ein epischer Text!”. Ich würde sagen: Nicht weniger episch, als ein Teamwochenende eben ist! In diesem Sinne: Danke Team, danke Team hinter dem Team! ;-)

PS: Die (vollkommen unironisch) angekündigte Monsterradzeit gab es von mir nicht – zufrieden bin ich trotzdem!

13. Platz beim Saisonauftakt in Gütersloh

Am heutigen Sonntag war es endlich soweit, der heiß ersehnte und nach dem Herzschlagfinale der letzten Saison auch etwas gefürchtete Beginn der neuen Saison der 2. Bundesliga Nord war da. Das erste Rennen der Saison führte das Team nach Gütersloh, wo ein Teamsprint anstand, also das fünfköpfige Team alle drei Disziplinen gemeinsam in der Gruppe absolviert: Es galt 750m zu schwimmen, 20 km zu radeln und 5 km zu laufen. Verletzungs- und Terminprobleme zwangen die Teamleitung in letzter Minute zum umdisponieren. So gingen letztendlich Lennart Grube, Olaf Geserick, Denis Weu, Georg Leidhold und Tobias Knoll an den Start. Um 11:26 erfolgte dann schließlich der Start in die Mission Klassenerhalt. Der Start des Teams verlief im Wasser zunächst etwas holprig, da das Team, das als erstes auf der Bahn gestartet war genau zum Zeitpunkt unseres Starts zu seiner letzten Wende ansetzte und sich anschließend nicht besonders klug verhielt, indem es keinen Platz machte. Blöd gelaufen, egal, weiter. Georg und Tobi schwammen das Team routiniert am Konkurrenten vorbei und die im Vorhinein festgelegte Taktik und Zeitvorgabe konnte eingehalten werden und brachte dem Team die schnellste Schwimmzeit ein. Auch der erste Wechsel klappte ohne Probleme. Die erste Runde auf dem Rad verlief problemlos, es konnte ein Schnitt von 41 km/h gefahren werden, was im Vergleich zum letzten Jahr eine deutliche Steigerung bedeutete (39,2 km/h). Leider erwischte Tobi kurz nach der Hälfte einen Platten und Neuzugang Georg musste einen Großteil der Führungsarbeit leisten. So kam das nun nur noch aus Georg, Lennart, Dennis und Olaf bestehende Team zum 2. Wechsel. Nun hieß es für die Jungs nochmal alles raushauen. Allerdings musste Georg seiner starken Radleistung Tribut zollen. Hier erwiesen sich nun die anderen Jungs als sichere Bank. Betreuer Martin Binger und der ausgeschiedene Tobias Knoll schrien die Jungs nach Kräften an! Es ging auf die letzten Meter, die Jungs holten noch einmal alles aus sich raus, allen war klar, dass es eine ganz enge Kiste werden würde. So lief das Team mit letzten Kräften ins Ziel. Nachdem das Team wieder etwas zu Atem gekommen war, begann das bangen, wieviel war die heutige Leistung wert gewesen? Letztendlich wurde es, wie erwartet, ganz knapp: Am Ende wurde das Team mit dem 13. Platz belohnt, Platz 12 war nur hundertstel entfernt, die Top 10 nicht einmal zehn Sekunden. Insgesamt hat sich das Team, im Vergleich zum letzten Jahr deutlich steigern können und konnte sich so eine deutlich bessere Ausgangsposition für die kommenden Aufgaben verschaffen. Nichtsdestotrotz braucht das Team auch in den folgenden Rennen eure Unterstützung, um die Mission Klassenerhalt zu erfüllen!

TriTeam triZack Rostock auch 2016 in der 2. Triathlonbundesliga!

Mit dem 14. Platz im Abschlussrennen in Grimma konnten wir uns den 15. Platz in der Gesamttabelle sichern und sind somit 2016 weiterhin in der 2. Bundesliga!

Die Situation vor dem letzten Rennen in Grimma konnte kaum spannender sein. Mit 33 Punkten lagen wir auf dem 14. Tabellenrang mit nur 2 Punkten Abstand auf den 12. Platz, doch genauso trennten uns nur 2 Punkte vom ersten Abstiegsrang. Mit dieser Situation im Hinterkopf ging es für Moritz Stader, Christian Nitschke, Dennis Kruse, Tom Richer, Betreuer Martin Schütt und mich (Dennis Weu) in die kleine beschauliche Stadt an der Mulde! Eigentlich ein schöner Ort um vom Alltagsleben im Urlaub zu entschleunigen. Für uns hieß es hingegen: beschleunigen! In einem einzigartigem Rennformat sollte das Finale stattfinden. Ein Wettkampf ist für Triathleten sowieso zu wenig, daher gab es die Entscheidung in zwei Rennen! Am Sonntagvormittag stand zunächst ein Prolog von 12,75km Radfahren auf dem hügeligen und verwinkeltem Stadtkurs und 3,75km im Viereck über die Kopfsteinpflasterinnenstadt für uns an! Mit den Abständen von diesem Prolog ging es dann am Nachmittag auf eine Sprintdistanz von 750m – 20km – 5km.

Nun aber zum Anfang. Es ist Sonntag um kurz vor 06:00 Uhr und unsere Wecker klingeln in einer beschaulichen Unterkunft knapp 10 Kilometer vom Wettkampfgeschehen entfernt. Das Frühstück kann vor dem Wettkampf leider nicht so genossen werden wie man es gerne würde, dennoch wurden die Speicher für den langen Tag aufgefüllt und unwesentlich später ging es samt Gepäck im Auto zum Ort des Geschehens: Grimma, der Marktplatz! Fahrräder fertig machen, aufpumpen, Startnummern ankleben, Strecke erneut abfahren und warm machen. Für den Prolog stand unsere Startreihenfolge fest: Dennis Kruse, Moritz Stader, Tom Richter, ich und dann Christian Nitschke. Diese Reihenfolge kam nicht durch Zufall zur Stande sondern war natürlich bereits taktisch ausgerichtet. Beim Prolog gingen in 15 Sekunden Abständen zunächst von jedem Team der erste Sportler, dann von jedem Team der zweite Sportler und dem Schema folgend bis zum letzten Sportler jedes Teams die Athleten auf die Strecke. Der Rundkurs, der zweimal zu fahren war, ließ also vermuten, dass sowohl der erste und letzte Athlet von uns mindestens eine der zwei Runden alleine fahren würde. Daher an diesen Positionen unsere Stärksten Radfahrer Dennis K. und Christian. Für unsere schwächeren Radfahrer, aber guten Läufer, die Mittelpositionen um bereits möglichst früh eine Gruppe zu erwischen. Das dies die richtige Entscheidung war zeigte sich an den Ergebnislisten des Prologs. Dennis Kruse fuhr eine Runde alleine und Christian sogar beide Runden! Mit ihrer Radstärke konnten sie aber immer noch eine gute Radzeit sichern und verloren hier nicht an Boden. Unsere Schwächeren Radfahrer, inklusive mir, profitierten davon, dass wir alle sehr früh eine Gruppe erwischten. So hatten wir am Ende mehr oder weniger die gleichen Radzeiten. In einem Einzelzeitfahren hätte das bei weitem nicht so ausgesehen! Gute Laufresultate sicherten uns den Kontakt nach vorne, auch wenn die Platzierungen mit dem 43. (Moritz), 49. (Dennis K.), 50. (ich), 60. (Christian), 69. (Tom) nicht berauschend ausschauten. Es musste noch einiges aufgeholt werden im Sprintrennen und das vor allem im Schwimmen! Denn das ist bekanntlich unsere Paradedisziplin. Die Abstände waren nach dem Prolog brutal klein! Nach fast 33min Wettkampfzeit trennten den 20. Platz vom 55. Platz gerademal 30 Sekunden! Hier ging es also nicht im Sekundentakt, sondern noch schneller zur Sache! Ein Indiz dafür, dass dieses Jahr die Liga einen Leistungssprung erlebte: 2014 hatte der 40. Platz noch 2 Minuten Abstand. Diesmal startete man mit diesem Abstand als 60. ins Rennen! Es ist schön diese Entwicklung im Triathlonsport seit seiner Jugend an zusehen! Es kommen immer mehr junge flinke Arme und Beine nach oben und es wird tendenziell bestimmt nicht einfacher! ;-)

Nach einer kurzen Erholungsphase mit einem kleinen Mittagssnack im Schatten ging es dann an die Vorbereitungen für den Sprint. Ein direktes Konkurrenzteam mussten wir im Sprintrennen noch überholen um weiterhin in der Liga zu bleiben! Das wussten wir und dementsprechend motiviert mit dem Schwimmen viele Positionen gut zu machen ging es in den Vorstartbereich. Moritz sollte unser erster Starter sein. Mit 1:36min Abstand zum Führenden (übrigens der Deutsche Meister Duathlon Elite). Dennis K. und ich folgten mit 1:39min und 1:40min Abstand – ja drei Sekunden zu Moritz, aber sechs Plätze Unterschied! Auch nur mit 2:00min und knapp dahinter sollten Christian und Tom die Strecke in Angriff nehmen. Pünktlich 13:00 Uhr der Start! Für uns etwas später, aber nicht minder schnell! Es mussten Positionen gut gemacht werden – jetzt! Volle Kanne ging es ohne Neo in der eigentlich gar nicht so warmen Mulde zur Sache! Platz um Platz holten Moritz und Ich auf. Genauso Tom! Dennis und Christian konnten ihren Platz halten! Nach 750m entstieg ich als erstes vom Team dem Wasser als 26. des Feldes. Gefolgt von Moritz, Dennis, Tom und Christian. Jetzt irgendwie das Radfahren überleben. Für mich persönlich, als schwächerer Radfahrer im Vergleich zu den Radraketen, eine wenig spaßige Angelegenheit! Gemeinsam mit vier Athleten ging es auf die Verfolgung der vorderen Gruppen – alle von den dreien hatten wesentlich niedrigere Startnummern als ich. Warum das so war erlebte ich dann sogleich. Alle drei drückten in ihre Pedalen und wenig später konnte ich das Tempo nicht mehr halten (vielleicht war das Schwimmen doch zu hart?). Kurz versuchen im eigenen Tempo zu regenerieren. Bisher hatte ich keinen Überblick wo meine Teamkollegen sind. Dementsprechend schaute ich mich mal um – ich war ja alleine. Die nächste Gruppe holte mich ein und ich gab alles um diesmal das Tempo zu halten. Das war sogar noch höher als in der vorherigen Gruppe, doch die paar Meter alleine haben wohl geholfen Luft zu schnappen. Ich konnte, wenn auch am Ende der Gruppe, mithalten. Es dauerte nicht lange und wir hatten sogar meinen einstiegen Mitstreiter wieder eingeholt. An der Wende konnte ich mir einen Überblick über unsere Teamsituation verschaffen. Sofern man meiner Auffassungsgabe in dieser Situation noch trauen konnte befand sich Moritz in der Gruppe hinter mir. Dennis K. kurz dahinter auf alleiniger Aufholjagd. Tom leider alleine auf sich gestellt und Christian leider weiter dahinter mit zwei Athleten am Hinterrad von Teams, die wir schlagen müssen, was ihm zum “ausbremsen” zwang. Dann wieder: Hügel rauf, Hügel runter, rechts, links, rechts, rechts, links, links und dann Ende im Gelände. Der Hügel und die Kurven waren für mich das einfachste – hier kamen meine Stärken (leicht wie ein Floh) zur Geltung und auch Kurven fahre ich eher schneller als die Meisten! Nur leider kam danach ein Drückerstück, windanfällig und leicht bergauf. Genau das was ich nicht gebrauchen kann. Somit war meine Reise in dieser Gruppe auch vorbei. Wieder regenerieren, eigenes Tempo weiterfahren, die nächste Gruppe kommt bestimmt. Viel Hoffnung diese Gruppe dann halten zu können hat man übrigens nicht, denn diese holte ebenfalls auf meine bisherige Gruppe auf, war somit noch schneller unterwegs. Doch vielleicht reicht es. Schließlich waren es nur noch 1 1/2 Runden. Eingeholt – von Moritz und Dennis. Das stimmte mich schon mal positiv. Schließlich waren damit die beiden auf dem Vormarsch. Auch ging es wieder gleich den Hügel rauf, runter, rechts, links, rechts, rechts, links, links. Da hielt ich mit! Gleich Stelle, gleiche Situation. Das Hinterrad von Moritz, der ebenfalls am Ende der Gruppe hing, entfernte sich Meter um Meter. Seine Rufe, seine Anfeuerungen halfen nicht. Ich war wieder raus gefallen. Noch eine dreiviertel Runden zu fahren. Die nächste Gruppe hielt ich dann bis zum Schluss der Radstrecke, zum Glück. Moritz und Dennis Gruppe holte sogar alle meine bisherigen Mitstreiter auf dieser Radstrecke ein und noch eine Gruppe davor. Somit war von dem 20 bis zum 50. Platz alles möglich! Ich machte mich als 50. auf die Laufstrecke und konnte mit meinem Abstand auf die große Gruppe nicht mehr viel ausrichten. Moritz und Dennis kämpften um jeden Platz! Das Radfahren war aber auch hier nicht spurlos an ihnen vorbei gegangen. Mit dem 36. Platz rettet sich Moritz ins Ziel. Auf dem 42. Platz Dennis. Ich werde angefressen 51., Tom 67. und Christian konnte die beiden direkten Konkurrenten aus Uerdingen und Münster auf der Laufstrecke distanzieren und somit wertvolle Punkte “klauen”. Ich persönlich war im Ziel davon überzeugt, dass Ziel verfehlt zu haben. Zu schlecht war einfach auch meine eigene Leistung. Unsere Supporter – Stephan, Julian, Janine, Martin, Jannis und meine Eltern – rechneten jedoch die mitgezählten Platzierungen zusammen und verfielen erstmals in verhaltene Freude! Nach unserer inoffiziellen Rechnung würde es knapp reichen! Uerdingen hatte ebenfalls gepatzt. Müsste 3 Plätze vor uns landen um uns zu überholen. Nach unserer Rechnung sind sie jedoch mit zwei Platzziffern mehr sogar hinter uns gelandet! Nun also warten auf das offizielle Ergebnis! Lange Minuten. Nicht nur für uns, auch für alle Supporter und die anderen Teams! Dann das Ergebnis: Es hat tatsächlich gereicht! Auch wenn das heutige Tagesergebnis mit dem 14. Platz nicht überzeugend war, so hat es gereicht die Liga zu halten! Das die Liga mal wieder sehr eng ist zeigt die Tageswertung. Lediglich 20 Platzziffern trennen uns von dem 10. Platz! Eine auf den 13. Platz, Zwei auf den 15. Platz…

Wir sind stolz auch 2016 ein Teil der 2. Bundesliga Nord im Triathlon zu sein! Die zwei Neunten Plätze in Eutin und Carolinensiel zeigen uns, dass wir durchaus in der Lage sind einen guten Mittelfeldplatz in dieser Liga zu erreichen! Im nächsten Jahr gilt es also bereits beim Saisonstart zu zeigen, was in uns steckt! Wir möchten auf diesem Weg allen danken, die uns unterstützen! Unsere Sponsoren: Bike Market, Stadtwerke Rostock, Möbel Wikinger und Warnowtunnel! Unsere Trainer: Christian Nitschke und Jannis Dammann! Unsere Betreuer: Michael Fischer und Martin Schütt! Gleichzeitig allen die uns im Training begleiten, pushen, aufbauen und teilweise an unsere Grenze bringen (danke Raelert-Brothers! ;-)) und natürlich unseren Unterstützern an der Strecke und zu Hause die uns nach vorne schreien und stets die Daumen drücken!

Unsere Athleten in der 2. Bundesliga waren dieses Jahr:
- Stephan Reis (Buschhütten)
- Julian Berndt (Carolinensiel)
- Lennart Grube (Eutin)
- Dennis Kruse (Grimma)
- Christian Nitschke (Grimma)
- Olaf Geserick (Gütersloh, Eutin, Carolinensiel)
- Tom Richter (Buschhütten, Gütersloh, Grimma)
- Martin Binger (Buschhütten, Gütersloh, Eutin, Carolinensiel)
- Moritz Stader (Buschhütten, Gütersloh, Eutin, Carolinensiel, Grimma)
- Dennis Weu (Buschhütten, Gütersloh, Eutin, Carolinensiel, Grimma)

9. Platz in Carolinensiel beim vierten Rennen der 2. Bundesliga Nord

Nach dem 9. Platz in Eutin über die olympische Distanz sollte der Aufwärtstrend beim vierten Rennen in Carolinensiel fortgeführt werden. Die Besonderheit der Sprintdistanz: Der Startschuss fiel bereits am Samstag, doch erst um 20:00 Uhr. Über die Sprintdistanz wollten Moritz Stader, Olaf Geserick, Martin Binger, Julian Berndt und Dennis Weu eine weitere Verbesserung in der Tabelle erreichen.

Die Anfahrt am Samstag erfolgte ruhig und komplett ohne Stau, sodass wir etwas überpünktlich um kurz vor 14:00 Uhr im Urlaubsort Carolinensiel einparkten. Die unerwartete Zeit nutzten wir sinnvoll, guckten uns die Strecke an und ließen noch ein kleines Mittag beim Italiener folgen, bevor es in unser Hotel ging. Hier konnten wir uns noch ein bisschen abkühlen, denn 35 Grad Lufttemperatur machten das draußen sein nicht wirklich erträglich.

Die Wassertemperatur von 27,1 Grad bedeutete Neoprenverbot für den Wettkampf und versprach eher wenig Abkühlung in der ersten Disziplin. Pünktlich fiel der Startschuss um 20.00 Uhr durch ein Nebelhorn und Moritz, Martin und Dennis machten vom Start an Druck! Nach 750m in der fast gerade verlaufenen Harle stieg Dennis als bester Rostocker und insgesamt Sechster aus dem Wasser! Moritz, Martin und Olaf folgten circa 15 Sekunden hinter ihm. Durch die enge Wechselzone und den schlechten Wechselplatz um ein paar Sekunden benachteiligt schaffte Dennis noch gerade den Sprung in die Spitzengruppe in der auf der ersten Runde ordentlich gekreiselt wurde. In der Verfolgergruppe fanden sich Olaf und Moritz wieder. Martin hatte zu Beginn der Radstrecke ein paar Probleme und fiel eine Gruppe zurück. Julian kam leider ziemlich weit hinten aus dem Wasser und machte sich mit drei Begleitern auf die Verfolgung. Nach knapp einer Runde, somit 10km, war die Motivation in der Spitzengruppe raus und die Verfolger konnte den Rückstand aufholen. Somit ging es für Dennis, Olaf und Moritz gemeinsam in die letzte Radrunde. Auf dieser konnte zum Glück noch die Gruppe um Martin aufschließen und so stiegen wir allesamt in der 50-köpfigen Spitzengruppe ab. Martin und Dennis sicherten sich durch einen guten Wechsel wertvolle Sekunden. Moritz und Olaf mussten leider von ein bisschen weiter hinten die Verfolgung aufnehmen.
Mit 15:43min für die abschließenden 4,9km (oder doch eher 4,8 ;-)) sicherte sich Dennis den 21. Platz unter den 90 Startern. Moritz lief mit einer 16:02min auf den 34. Platz, Olaf auf den 46. und Martin auf den 57. Platz. Julian sicherte, nach dem alle vier Athleten auf der Laufstrecke angelangt waren, das Teamergebnis mit einem 74. Platz in seinem Bundesligadebüt ab.

In der Tageswertung belegten wir erneut den 9. Platz. Da sich das hinter uns platzierte Team TriFinish Münster II mit einem 5. Platz sehr stark zurückmeldete sind wir nun gleich platziert auf dem 15. Platz mit 33 Punkten, haben uns aber gleichzeitig deutlich an die vor uns liegenden Teams heran geschoben. Mit 34 Punkten liegen direkt vor uns mit Essen & Uerdingen gleich zwei Teams. Aachen hat 35 Punkte. Somit kommt alles es auf das Abschneiden beim letzten Wettkampf in Grimma am kommenden Sonntag an!

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